Positive Überraschungen (Serendipity) stellen sich beim Aufbau eines persönlichen Lernnetzwerkes automatisch ein.

Überraschungen sind ein wichtiger Bestandteil von Onlinespielen. Manche gehen sogar so weit und sagen, ein Spiel ohne Überraschungsmomente ist gar kein Spiel. Aber was hat das mit Lernen zu tun?

Das persönliche Lernnetzwerk

Alle zwei Jahre ein neues Smartphone, neue digitale Tools, neue Social Media Kanäle, neue Unterrichtsmethoden, oder im privaten neue Möglichkeiten Amtsgänge digital zu erledigen, Online-Banking zu betreiben, oder auch nur den neuen Fernseher einzustellen. Die Veränderungen durch die Digitalisierung drehen sich ständig schneller und lebenslanges Lernen ist zur Pflicht geworden. Dies gilt umso mehr, wenn man als aktiver und aufgeklärter Mensch an der Gesellschaft teilhaben möchte. Um diese Veränderungen zu bewältigen suchen wir uns Hilfe: In unserem Lernnetzwerk. Das persönliche Lernnetzwerk ist ein informelles System. Als Lehrer (=Experten des Lernens) ist es unsere Aufgabe, dieses Netzwerk zu professionalisieren. Zum persönlichen Lernnetzwerk (Mehr dazu hier) gehören z.B. Google, Twitter, ein eigener WordPress-Blog, You-Tube, Onlinekurse, Facebook-Gruppen,…

Alles nur noch digital?

Ganz wichtig sind dabei zwei Punkte:

Hinter den meisten dieser Online-Netzwerke stecken MENSCHEN. Der Austausch zwischen Menschen ist wichtig und ein entscheidenter Punkt für nachhaltiges Lernen. Um den Kreis der Menschen zu erweitern, die wir um Rat fragen können, bietet es sich auch an, das Internet dafür zu benutzen, wofür es gebaut wurde: Menschen zu vernetzen.

Der zweite wichtige Punkt ist: Das Netzwerk ist OFFEN und FLEXIBEL. Wir bauen uns unser Netzwerk selbst, wir folgen Menschen, wir entfolgen Menschen, wir arbeiten mit Menschen zusammen, wir verändern und passen unser Netzwerk ständig an. Natürlich können hier auch OnlineKurse und Online-Fortbildungen oder Plattformen wie Mebis ein Bestandteil sein. Sie sind aber nicht alles. Denn das sind geschlossene Systeme bei denen ein wichtiger Faktor verloren geht:

Online-Fortbildung:
Microsoft Word für Schule und Unterricht

Ein Beispiel für einen tollen Online-Kurs zum Thema Word 😉

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Serendipity

Ins Deutsche übersetzt heitßt das Glücksfall. Und Überraschungen sind schließlich immer Glücksfälle. Denn dieser Begriff bezeichnet auch eine zufällige Beobachtung von etwas nicht Gesuchtem. Diese Entdeckung kann in eigene Problemstellungen integriert werden und bietet neue Lösungsmöglichkeiten. Denn diese Überraschungen können dazu führen, andere Perspektiven aus anderen Wissensbereichen auf die eigenen Aufgaben zu übertragen. So entstehen kreative Möglichkeiten, die eigenen Arbeit mit etwas Neuem zu bereichern.

Für Serendipity gibt es viele Beispiele, von der Entdeckung Amerikas, der Röntgenstrahlung, der Erfindung der Post-ITs uvm. Voraussetzung dafür ist allerdings ein wacher und vorbereiteter Geist. (Kann man z.B. mit einem EDU-BreakOut trainieren) Klar ist natürlich auch, dass solche Überraschungen die Belohnungszentren im Gehirn aktivieren. Um solch eine Lernumgebung zu schaffen, kann man auch das Klassenzimmer dementspechend gestalten. Dabei sollten folgende Fragen mit bedacht werden:

Welche Überraschungsmomente hält mein Arbeitsblatt/Klassenzimmer/Schulhaus für meine Schüler bereit?

Weist der Ablauf des Unterrichts Überraschungsmomente auf?

Lassen die Arbeitsanweisungen/Quests/Ziele den Schülern Raum, sich gegenseitig zu überraschen?

Lassen die Arbeitsanweisungen/Quests/Ziele den Schülern Raum, selbst überrascht zu werden?

 

Erfahrungen gestalten

Spiel- und Lernerfahrungen haben mehr gemeinsam als man denkt. Meine Anregungen zum Gamedesign habe ich u.a. aus diesem tollen und ausführlichen Buch. Mit einem Klick darauf, kannst du es dir auch selbst kaufen und dir selbst Gedanken dazu machen. Damit unterstützt du mich, ohne dass es dich zusätzlich etwas kostet.

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