Im wunderschönen Radolfzell durfte ich zwei Tage einen Workshop zum Thema VR im Namen der Stiftung „Digitale Chancen“ durchführen. Dabei waren 14 Kinder und insgesamt vier Betreuer, was natürlich ein super Betreuungsverhältnis ist. Die Stadtbibliothek hatte das in Person von Petra Wucherer in Zusammenarbeit mit Nadja Glaser ermöglicht.

 „Das Programm „Kultur macht stark“ wurde von der Stiftung „Digitale Chancen“ organisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Tag 1: VR-Brille und Google Cardboard

Nach einem kurzen Kennenlernspiel erfuhren die Kinder das Tagesziel. So sollte an diesem Tag eine VR-Brille gebastelt werden, und anschließend erste VR-Umgebungen mit Hilfe von Google Card Board erschaffen werden.

Die Brille musste dabei mit viel Geschick selbst gebastelt werden, wobei natürlich auch sehr scharfe Messer zum Einsatz kamen. Doch die Kinder machten ihre Sache sehr konzentriert und es gab nur eine kleine Schnittwunde. Die Vorlagen für diesen Guckkasten kamen dabei von der Seite Epic-Stuff.de . Bei der Umsetzung half (neben den Betreuern) ein Video von YouTube:

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Linsen für die VR-Brille

Die einzelnen Teile mussten dabei beim Zusammenkleben natürlich auch immer wieder trocknen. So war die Mittagspause nicht nur eine willkommene Pause, sondern konnte so auch sinnvoll genutzt werden.

Nach dem Mittagessen wurden die Brillen fertig gestellt und auch schon fleißig bemalt. Doch es stieg natürlich auch die Vorfreude, die VR-Brille endlich einmal selbst auszuprobieren. In kurzen Theorieeinheiten wurden immer wieder Hinweise zum Umgang mit dem Smartphone gegeben. Nach einigen Google Expeditionen in unbekannte Welten durfte die Kinder auch Rollercoaster fahren. Dabei fanden einige Kinder sofort die Funktion, selbst eine Achterbahn zu bauen und nutzten dies kreativ für eigenen Ideen.

Schließlich sollten noch Teile der realen Bibliothek in der App Google Cardboard aufgenommen und betrachtet werden. Dabei probierten die Kinder viel aus und untersuchten z.B., wie es wirkt, wenn Personen sich auf dem Panoramabild mitbewegen. Die Voraussetzungen für Tag 2 waren geschaffen.

Tag 2: Erkunden, Erschaffen, Teilen

Nachdem die Kinder das Handling der Hard- und Software verstanden hatten, durften sie ein BreakOut (Version 1) erschaffen. Hier ging es darum, Tennisbälle im Panoramabild zu verstecken. Dabei wurden auf drei Tennisbälle Zahlen geschrieben, die man natürlich lesen können muss. Jedoch wurde das durch die Kinder absichtlich erschwert, indem auf zusätzliche Bälle nur Smiles gemalt wurden und diese somit als Attrappen eingesetzt wurden.

 

Nach dem Erstellen trafen sich alle drei Gruppen und das BreakOut wurde im Uhrzeigersinn an den Nachbartisch weiter gereicht. Dazu mussten jeweils die Smartphones mit den gespeicherten Bildern weiter gegeben werden. Nun erkundeten die Kinder die virtuellen Räume und suchten die Zahlen, um das Schloß ihrer Schatzkiste öffnen zu können. Die Schatzkiste wurde dabei von mir vorbereitet und mit Süßigkeiten gefüllt. Was ich bei Version 1 des BreakOuts etwas vernachlässigt habe, war eine Rahmenhandlung (Storytelling) um die Aktion rumzubauen (Was ich definitiv nächstes mal machen werde).

 

Für Version 2 sollten die Kinder sich nun selbst eine Geschichte ausdenken, Bilder dazu malen und diese mit Hilfe des Online-Angebots stories360.org verknüpfen und teilen. Ursprünglich war eine leichtere Version dieser Aufgabenstellung mit panoform.com vorgesehen, aber leider stürzte mir die Seite bei der Generalprobe für diesen Workshop ständig ab. So mussten/konnten die höchstens zehn Jahre alten Kinder weitere Funktionen nutzen, was aber nicht immer ganz einfach war. Schlussendlich erstellten Sie aber alle mit tollen, einfallsreichen Ideen fremde Welten. Diese wurden mit weiteren Bildern, Mitbringsel und sogar Audiodateien angereichert, sodass ein Audiovisuelles Erlebnis erstellt wurde. Dazu überlegten sich die Kinder verschiedene Fragestellungen. Die Themen reichten von einer Zeitreise, einer Himmelstadt bis hin zu der Geschichte eines versunkenen Schiffes. Die Ergebnisse können mit Hilfe dieses Blattes (und eines Smartphones mit QR-Code Scanner) angeschaut und gelöst werden:

Durch die Verknüpfung der einzelnen Bilder miteinander, kommt es wohl durch die Dateigröße manchmal zu Ladeschwierigkeiten. Trotz des technischen Mankos fand ich die fantasievolle und kreative Gestaltung der Kinder wirklich toll.

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