Nach meinem VR-Workshop in Radolfzell fand im Anschluss ein weiterer Workshop zu AR (augmented reality) und zu Game Design statt.

Das Programm „Kultur macht stark“ wurde von der Stiftung „Digitale Chancen“ organisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Teil 1: Augmented Reality mit dem Merge Cube

Der Merge Cube ist ein Würfel, auf den mit Hilfe von verschiedenen Apps unterschiedliche Sachen projeziert werden können. Dieser ist beweglich und drehbar, sodass er sich gut zum Erkunden von virtuellen Welten einsetzen lässt, aber auch zum Spielen in 3D. Diesen muss man dabei nicht unbedingt kaufen (auf das Bild klicken), sondern kann ihn auch selbst basteln. Dazu erstellt man einen Pappwürfel, der nicht zu groß ist, und beklebt ihn mit einer Vorlage (hier klicken).

Dazu mussten die Kinder natürlich wieder handwerklich geschickt mit Schere, Messer und Lineal arbeiten. Aus Sicherheitsgründen bietet es sich an, Cuttermesser zu benutzen, da so nicht immer eine offene Klinge herumliegt. Dazu reichen Plastik-Cutter, die man auch billig bei Amazon kaufen kann (auf Bild klicken).

Die Kinder waren motiviert bei der Sache und freuten sich sehr über Ihren eigenen Merge Cube. Nach einigem Ausprobieren mit verschiedenen Apps wurden daher auch noch große Cubes gebaut, wobei genau auf die Vorlage geachtet werden musste, da die Seiten als Trigger funktionieren und daher genau an der richtigen Stelle angeklebt werden mussten.

Fertig!
VR-Brillen und Merge Cube
Big Merge Cube
Zusammenarbeit in der Gruppe
Big Merge Cube
Der Cube nimmt Form an
Big Merge Cube
Abschlussarbeiten
Draw your Game
Hochladen, Bearbeiten und Spielen des Level
Draw your Game
Level Entwurf

Die Jugendlichen mussten viel Zusammenhelfen, um die großen Cubes fertig zu stellen. Dabei halfen natürlich auch die Betreuer und so wurden die BIG MERGE CUBES in der Größe eines Din A4 Blattes gebastelt. Dabei wurde zum Teil so genau gearbeitet, dass auch ein gekaufter Cube wohl kaum besser funktioneiren könnte. Nun konnten alle mit unterschiedlichsten Geräten die verschiedenen Größen ausprobieren und kleine Rätsel lösen. So erforschten Sie das Sonnensystem, sowie den Körper von Mr. Body  um Aufgaben, die über H5P  bereitgestellt wurden, zu lösen.

Explore – Sonnensystem

Tilt Ball – Geschicklichkeit

Party Games – Wettkampf

Mr. Body – Erkunden der Körperfunktionen

Beim Herunterladen der Apps wurde dabei immer wieder erklärt, was die einzelnen Zugriffsfunktionen bedeuten, woran man Werbung erkennt und wie man diese sicher überspringt, ausschaltet oder bei manchen auch nur Warten hilft und man deshalb nicht auf die Werbung klicken sollte.

Teil 2: Entwirf dein Spiel mit "Draw your game"

Mit der Software „Draw your game“ wurde ein fantastisches Tool geschaffen, um mit Kindern eigene Level in einem Jump and Run-Spiel zu erstellen. So können hier Level völlig analog mit vier Stiften erstellt werden. Dabei haben die Farben verschiedene Funktionen, sodass die Figur im Spiel auch verschiedene Interaktionsmöglichkeiten hat. Das Level wird dabei einfach aufgezeichnet und anschließend mit dem Tablet fotografiert und in die App hochgeladen. Nun kann das eigene Level sofort gespielt und ausprobiert werden. Damit das Level gespeichert werden kann, muss es zuerst einmal geschafft werden.

 

Mit den Grundfunktionen ist das Spiel kostenlos. Wenn man allerdings mehr als 3 Level speichern will, oder mehrere Versuche unternimmt, muss entweder eine Ingame-Währung mit echtem Geld erkauft werden, oder (was die Kinder in diesem Fall machten) vorgegebene Level in der App durchspielen und so als Belohnung die Ingame-Währung erhalten. Ob man dauerhaft mit einmaliger Zahlung von ca 3€ alle Funktionen freischalten kann, habe ich nicht ausprobiert, wäre es aber bei noch längerem Einsatz durchaus wert.

Die Teilnehmer hatten auf jeden viel Spaß ihre eigenen Welten zu kreieren und durchzuspielen.

Zum Abschluss beider Workshops wurde schließlich noch eine Umfrage mit Mentimeter durchgeführt was den Kindern am besten gefallen hat. Dabei fällt insbesondere auf, dass die Gesamtwertung deutlich höher ist, als es die Einzelwertung vermuten lässt. Dies zeigt in meinen Augen, dass nicht immer alles einfach war für die Kids, sich aber die Mühen insgesamt gelohnt haben und für jeden etwas dabei war, was viel Freude bereitet hat. Auch in der Frage (jaja, ich weiß Doppelfrage), was sie gelernt haben, wird deutlich, dass das Erstellen von eigenen Produkten und Inhalten auch für die Kinder wesentlich in diesem Workshop war.

Ich freue mich definitiv auf das nächste Projekt und möchte an dieser Stelle nochmal Petra, Nadja, Alina und Wolfgang für Ihre tolle Mitarbeit danken.

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